Was ist die Fahrgestellnummer (VIN) und wie ist sie aufgebaut?

Stand: 2026-06-20

In der Schweiz bezeichnen «Fahrgestellnummer», «Fahrzeugidentifikationsnummer» (FIN) und «VIN» dasselbe: den 17-stelligen Code, der jedes Fahrzeug eindeutig kennzeichnet. Aufbau und Inhalt sind international durch die Normen ISO 3779 (Inhalt und Struktur der VIN) und ISO 3780 (Welt-Herstellercode) festgelegt; zu einem einheitlichen 17-stelligen Format standardisiert wurde die VIN um 1981 (ISO sowie, in den USA, die NHTSA).

Die Buchstaben I, O und Q sind ausgeschlossen, weil sie mit den Ziffern 1 und 0 verwechselt werden können. Die VIN ist so angelegt, dass sie ein Fahrzeug über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren eindeutig identifiziert.

PositionenAbschnittInhalt
1–3WMI (World Manufacturer Identifier)Welt-Herstellercode (nach ISO 3780)
4–9VDS (Vehicle Descriptor Section)Fahrzeugmerkmale (herstellerdefiniert)
10–17VIS (Vehicle Identifier Section)u. a. Modelljahr (Position 10) und fortlaufende Seriennummer

Art. 44 Abs. 4 der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS, SR 741.41) schreibt für die Schweiz vor, dass die Fahrzeugidentifikationsnummer am Fahrgestell, Rahmen oder einem anderen gleichwertigen Fahrzeugteil gut sichtbar eingeschlagen oder eingeprägt sein muss. Sie ist bei allen Fahrzeugen desselben Typs an der gleichen Stelle anzubringen.

Die VIN ist das eindeutige Verbindungsglied zwischen dem Einzelfahrzeug, seinen Typendaten und dem Stammnummer-Registereintrag. ASTRA veröffentlicht Fahrgestellnummern bewusst nicht in seinen Open-Data-Produkten — Fahrzeugdaten werden anonymisiert oder pseudonymisiert publiziert.

Auf dem Fahrzeugausweis erscheint die Fahrgestellnummer in Feld 17. Gewerbliche Stellen (z. B. Importeure, Werkstätten) können über das eDatenblatt-Portal Fahrzeugdaten anhand der VIN oder der Stammnummer abrufen.

Quellen

Weiterführend